Veröffentlicht am 29. Oktober 2025 von GREENOS e.V. Redaktion

Wann Gewohnheit zur Belastung wird

Der Konsum von Cannabis kann für manche Menschen zur Routine werden, die schwer zu durchbrechen ist. Eine mögliche Abhängigkeit zu erkennen, ist der erste Schritt, um verantwortungsvoll mit dem eigenen Konsum umzugehen. In diesem Beitrag erfährst du, woran du problematischen Gebrauch erkennen kannst – und welche Wege es gibt, wieder Kontrolle zu gewinnen.

Was bedeutet Cannabisabhängigkeit?

Von einer Cannabisgebrauchsstörung spricht man, wenn der Konsum zu gesundheitlichen, sozialen oder beruflichen Problemen führt. Nicht jeder, der Cannabis konsumiert, entwickelt automatisch eine Abhängigkeit. Ob sich eine solche entwickelt, hängt von mehreren Faktoren ab – etwa von genetischer Veranlagung, Häufigkeit des Konsums, psychischer Verfassung oder dem sozialen Umfeld.

Mögliche Anzeichen

Diese Punkte können darauf hinweisen, dass dein Konsum problematisch geworden ist:

  • Starkes Verlangen: Du verspürst regelmäßig den Drang, Cannabis zu konsumieren.
  • Kontrollverlust: Du nimmst mehr, als du eigentlich wolltest, oder kannst kaum Pausen einlegen.
  • Toleranz: Du benötigst immer größere Mengen, um denselben Effekt zu spüren.
  • Entzugserscheinungen: Ohne Cannabis fühlst du dich gereizt, nervös oder hast Schlaf- und Appetitprobleme.
  • Vernachlässigung von Pflichten: Arbeit, Studium oder Familie geraten in den Hintergrund.
  • Konflikte: Dein Konsum führt zu Streit oder Distanz in Freundschaften oder Beziehungen.
  • Rückzug: Aktivitäten, die dir früher Spaß gemacht haben, verlieren an Bedeutung.

Was du tun kannst

1️⃣ Selbstreflexion: Überlege, welche Rolle Cannabis in deinem Alltag spielt. Notiere, wann und warum du konsumierst – das schafft Bewusstsein.

2️⃣ Informationen & Austausch: Suche vertrauenswürdige Informationsquellen oder sprich mit Menschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. GREENOS e. V. bietet Raum für Austausch und Aufklärung.

3️⃣ Realistische Ziele setzen: Wenn du reduzieren oder pausieren möchtest, setze kleine, erreichbare Schritte. Schon kurze Konsumpausen können viel über dein Muster verraten.

4️⃣ Unterstützung annehmen: Rede mit Freunden, Familie oder Fachstellen. Professionelle Beratung kann helfen, Strategien zu entwickeln und Rückfälle zu vermeiden.

5️⃣ Professionelle Hilfe: Hausärzte, Psychotherapeuten oder Suchtberatungsstellen können individuell unterstützen – diskret und ohne Vorurteile.

Fazit

Selbsterkenntnis ist der wichtigste Schritt zu Veränderung. Ehrlich hinzuschauen, ob der eigene Cannabiskonsum zur Belastung geworden ist, erfordert Mut – aber es ist der Anfang eines bewussteren, gesünderen Umgangs. Du bist nicht allein damit, und es gibt jederzeit Unterstützung.

Kontakt & Hilfe

Wenn du Fragen hast oder Unterstützung suchst, kannst du dich vertraulich an uns wenden:
info@csc-greenos.de

GREENOS e. V. setzt sich für Aufklärung, Prävention und verantwortungsvollen Umgang mit Cannabis ein.